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Die Mansarts

» Überall auf der Welt prägt ihr unverwechselbarer Einfluss Prachtbauten «

Verkaufsstart voraussichtlich Ende 2020

François Mansart

(eigentlich Nicolas François Mansart, auch Mansard; * 23. Januar 1598 in Paris; † 23. September 1666 in Paris)

Mansart war der siebte Sohn eines königlichen Zimmermanns und entstammte einer angesehenen Familie von Architekten, Baumeistern und Bildhauern.

Bereits früh wurde der junge Architekt für seine kunstvollen Portale, Treppen und Dächer berühmt und zog die Aufmerksamkeit wohlhabender Auftraggeber auf sich. Mitglieder der königlichen Familie, Staatsdiener, Botschafter und einflussreiche Adlige wurden seine Kunden.

Als erste größere Auftragsarbeit baute er für den jüngsten Bruder des Königs, den Herzog von Orléans, den sogenannten „Flügel Gastons d’Orléans“ im Schloss Blois an der Loire.

Architekt des Königs

1625 wurde er zum „Architekten des Königs“ ernannt und somit oberster Baumeister für sämtliche offiziellen Bauvorhaben im zentral verwalteten Frankreich Ludwigs XIII. Dieses Amt hatte er auch nach dem Tod des Königs 1643 sowie bei dessen Witwe, der Regentin Anna von Österreich und später unter dem jungen Ludwig XIV. inne, der große Stücke auf ihn hielt.

Mansart verband in seinem Baustil die strengen Elemente seiner Vorgänger mit Einflüssen des verspielteren italienischen Barock. Er entwarf und baute Schlösser und Kirchen sowie vor allem die berühmten Hotels in Paris und große, repräsentative Stadthäuser oder Verwaltungsgebäude.

Heute gilt François Mansart als Vollender des französischen Klassizismus Pariser Prägung. Im Stadtbild der französischen Hauptstadt wurden seine Bauwerke jedoch weitgehend verdrängt von den raumgreifenden Prachtbauten und öffentlichen Plätzen, die sein Großneffe und Nachfolger Jules Hardouin-Mansart unter dem „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. errichten und anlegen ließ.

Die ihm bzw. seinem Neffen als Erfindung zugeschriebenen und daher nach ihnen benannten Mansarddächer bauten sie beide gerne in ihre Entwürfe ein.

Jules Hardouin-Mansart

Jules Hardouin-Mansart (auch Mansard, ursprünglich nur Hardouin; * 16. April 1646 in Paris; † 11. Mai 1708 in Marly-le-Roi)

Als Schüler und Großneffe von François Mansart wurde er 1675 von Ludwig XIV. zum Hofarchitekten ernannt, ab 1681 durfte er sich „premier architecte du roi“ (Erster Architekt des Königs) nennen. 1699 wurde ihm das Amt des Surintendant des Bâtiments du Roi verliehen, als der er bis zu seinem Tod das gesamte offizielle Bauwesen in Frankreich beherrschte.

Ab 1678 war Hardouin-Mansart Bauleiter bei der Errichtung des Schlosses Versailles. In Paris errichtete er von 1675 bis 1706 den Invalidendom. Von ihm stammen ebenfalls die Entwürfe des Place des Victoires (1684) und des Place Vendôme (1685) sowie der Pfarrkirche Saint-Roch.